Der britische Staatsmann Benjamin Diraeli hielt fest: „Reisen lehrt Toleranz.“ Aus diesem Grund reiste der 7er Jahrgang in der vorletzten Septemberwoche mit 120 unterschiedlichen Individuen auf die östlichste Frieseninsel Deutschlands. Voller Vorfreude konnten wir am Montag vom Real-Parkplatz mit Rollkoffern und Rucksack die vierstündige Busreise antreten. Gut gelaunt steuerten wir den Emdener Hafen an, um mit der Fähre leicht schaukelnd nach zwei Stunden wieder festen Boden unter den Füßen zu spüren. 

Dass es eine Klassenfahrt mit viel Bewegung sein würde, merkten wir, als wir endlich die Fahrräder in Empfang nehmen durften. Mit den Drahteseln der Jugendherberge radelten wir täglich in Gruppen sechs Kilometer Richtung Borkum-Stadt. 

Dort besuchten wir das anschauliche Aquarium und den feinsandigen Strand am Jazz-Pavillon. In der Stadt lernten wir mithilfe einer Rallye die Insel und die Menschen kennen. Eine Gruppe kam in den Genuss des “Flow-Rider”. Hierbei konnten sie im Spaßbad auf einer endlosen Welle surfen und ihre koordinativen Fähigkeiten schulen. 

Die Wattwanderung war eine Lehrstunde für uns alle. Der füllige Friese Hubertus Ackermann führte uns auf seine einzigartige Weise in die Geheimnisse des Wattenmeeres und seiner Bewohner ein. Auch wenn ein Paar Turnschuhe nun im Schlick verschwunden sind, war es eine unvergessliche Lehrstunde, die bei keiner Klassenfahrt auf Borkum fehlen darf. 

Selbstverständlich gehört ein gemeinsames Lagerfeuer mit Stockbrot zu den Klassikern einer Klassenfahrt. 

Die Disco am letzten Abend rundete diese harmonische Reise ab. Europas größte Jugendherberge, mit ca. 700 Betten in einer ehemaligen Kaserne, bewirtet uns mit einer abwechslungsreichen Küche und sauberen Zimmern. 

Es sind diese Fahrten, die bei allen Schülern, Eltern und Lehrern in lebenslanger Erinnerung bleiben. Ein alter Spruch besagt, man solle die Erinnerungen mitnehmen und nur die Fußspuren hinterlassen. Unter diesem Motto der Nachhaltigkeit, sollen die weiteren Fahrten der GSL wieder stattfinden.